Gütertransport als Alternative

Die Bahn hat heute einen großen Anteil am Gütertransport in Deutschland. Die ehemalige DB Cargo ist einer der größten Logistiker in Europa. Heute ist der Schienengüterverkehr der Deutschen Bahn in der DB Schenker Rail zusammengefasst, der Logistik Teil ist wiederum in der DB Schenker Logistics ausgelagert worden.

In Deutschland betrâgt der Schienengüteverkehr mittlerweile rund 20 Prozent aller transportierten Güter. Statistiken besagen, dass pro Jahr etwa 107 Milliarden Tonnenkilometer bewegt werden. Die Schiene ist damit die zweitgrößte Transportart für Güter hinter dem LKW und vor der Binnenschifffahrt. Man rechnet mit etwa 700 Millionen Tonnen, die über die Schiene pro Jahr transportiert werden. Den großen Anteil macht dabei das öffentliche Schienensystem aus, etwa 60 Prozent. Der Rest wird im nicht-öffentlichen Verkehr transportiert. Die öffentlich transportierten Güter werden vor allem im Binnenland gefahren.

Die meisten Güter die auf die Schiene kommen sind nach wie vor Erze, vor allem Eisen und NE-Metall. Außerdem ist der Güterverkehr noch immer für den Transport von mineralischen Brennstoffen wie Kohle und Steinkohle beliebt. Auch die Bauindustrie nutzt den Schienenverkehr, vor allem um Steine und Geröll zu transportieren. Container, die vor allem in der Schifffahrt eingesetzt werden, machen einen eher geringen Teil des Schienenverkehrs aus.

Auf den deutschen Schienen fahren über 100.000 Güterwagons und knapp 3500 Lokomotiven. Ein großes Problem für den Güterverkehr stellte die Einstellung von Gleisanschlüssen dar, die erst durch eine Initiative des Bundestages verlangsamt werde konnte. Seit 2003 nimmt der Güterverkehr in Deutschland wieder zu – mittlerweile so weit, dass das Netz an seine Kapazitätsgrenzen stößt.

Die meisten Transporte werden entlang so genannter Haupttransportrouten gemacht, die sich über weite Deutschlands und der benachbarten Länder erstrecken. Ein großer Teil der deutschen Transportleistung findet auch im grenzüberschreitenden Schienenverkehr statt.

Meistens werden die Güterwagons zu langen Güterzügen zusammengeschlossen, die dan entlang dieser Routen fahren. Eine führt zum Beispiel von Köln über Koblenz nach Mannheim, pro Tag fahre da 300 Güterzüge im Abstand von durchschnittlich 5 Minuten.